Die Sorge vor unkalkulierbaren Entwicklungen im arabischen Raum konnte die Börsen in der abgelaufenen Woche nur einen Tag lang fesseln. So fielen die Kurse am vergangen Montag für einige Stunden unter 7100 Zähler. Als die Kreuz-Unterstützung bei 7050 hielt, kamen jedoch sofort die Kaufwilligen an die Futtertröge der Börse zurück. Es zeigte sich, dass politische Börsen meist nur kurze Beine haben. So auch dieses Mal. Offenbar besteht bei den großen Adressen viel Kaufdruck, so dass selbst widersprüchliche Signale vom Arbeitsmarkt keinen negativen Einfluss hatten. Am Ende der Woche jedenfalls stand der deutsche Leitindex mit plus 1,6 Prozent bei 7216 Punkten und konnte damit ein neues Jahreshoch markieren. Erkennbare Versuche, den Markt zu drücken, wurden in den vergangenen Tagen umgehend mit massiven Kaufprogrammen beantwortet, so dass der Trend hielt. Derzeit überwiegt der Optimismus, da die Wirtschaft robuster erscheint als gedacht. Mehr als drei Viertel der Firmen haben in ihren jüngsten Berichten die Prognosen der Analysten übertroffen. Die Gewinne pro Aktie lagen demnach im Schnitt 6,3 Prozent über den Marktschätzungen. Gleichzeitig nimmt die US-Notenbank vorerst den Fuß nicht vom Gas, so dass genügend freie Gelder für den Aktienmarkt vorhanden sind. Als Substanzwerte sind Aktien bei einer anziehenden Inflation außerdem gefragter als Anleihen. Das gibt zusätzlich Stütze. Wer - per DAX-Droid - im Markt drin ist, braucht nicht fragen, warum die Aktien steigen, er muss sich nur absichern.
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