Sonntag, 27. Februar 2011

Schaukelbörse im Anmarsch

In den weichsten Betten sitzen die Flöhe am liebsten. Kaum hatte es sich die Börsengemeinde auf den dicken Gewinnpolstern bequem gemacht, begann es zu zwicken. Ausgelöst durch die Kämpfe in Libyen drehte der Ölpreis weiter nach oben. Offenbar wurde dabei eine empfindliche Grenze überschritten. Denn anziehende Rohstoff- und Energiepreise hatten wir vorher auch. Da aber gleichzeitig die in der Vorwoche besprochene Bremszone bei DAX 7450 nicht überwunden worden war, dämmerte es vielen Anlegern, dass die Zeit reif würde für Gewinn-Sicherungen. Wie meist in solchen Fällen, greifen dann gleich sehr viele Marktteilnehmer im selben Moment zur Notbremse. Kaskadenartig griffen die Stopp-Marken, so dass sich ein „selbsttragender Abschwung“ entwickelte.

Für einen langfristigen Trendwechsel sind die Signale aber nicht eindeutig genug. Immerhin melden die Unternehmen nach wie vor gute Ergebnisse und teilweise noch bessere Ausblicke. Auch das Geschäftsklima, in dem die Erwartungen gebündelt werden, zeigt nach wie vor nach oben. Insgesamt muss der Gaddafi-Dämpfer nun erstmals verdaut werden. Dabei werden sich an den jeweiligen Endpunkten der Kurs-Pendelbewegungen neue Haltepunkte nach oben und unten entwickeln, die es genau zu beobachten gilt. DAX-Droid dürfte in den kommenden Tagen und Wochen die volatilen Phasen mit vielen Auf und Abs begleiten. Konsequentes Risikomangement ist nun Pflicht.

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